Bagnoles Orne Biscuiterie Lonlay Abbaye Detail Gateau Terroir Savoir Faire Carre Normand Caramel 4Bagnoles Orne Biscuiterie Lonlay Abbaye Detail Gateau Terroir Savoir Faire Carre Normand Caramel 4
©Bagnoles Orne Biscuiterie Lonlay Abbaye Detail Gateau Terroir Savoir Faire Carre Normand Caramel 4|Bagnoles Tourisme

Besichtigung der Keksfabrik

Alles über die Herstellung des normannischen Mürbegebäcks erfahren

Von Natur aus Feinschmecker, sind wir es gewohnt, den Laden des berühmten normannischen Mürbegebäckherstellers in Bagnoles de l’Orne zu besuchen. Wie wäre es mit einem Besuch in der nur dreißig Minuten von hier entfernten Keksfabrik „Biscuiterie de l‘Abbaye“?

Eine traditionelle Keksfabrik in Lonlay l‘Abbaye

Im Herzen eines Dorfes mit 1.200 Einwohnern gelegen, das für seine Benediktinerabtei aus dem 11. Jahrhundert bekannt ist, bietet die Keksfabrik das ganze Jahr über kostenlose Führungen durch ihre Werkstätten an.
An jenem Mittwoch im März gingen wir mit den Kindern auf Entdeckungstour in die Keksfabrik. Mathilde empfing uns am Eingang und übergab uns unsere Bekleidung für den Besuch: Kittel und Mützen waren geboten, um die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Schon die Kostümierung machte den Kindern Spaß, und sie konnten es kaum erwarten, in die Werkstatt zu kommen.
„Früher war die Keksfabrik ganz anders als heute“, erklärte uns unsere Führerin. Das erste Mürbegebäck ist 1909 in der Bäckerei des Dorfes entstanden. Zwischen zwei Brotladungen hatte Virgile Fouilleul es sich angewöhnt, über einem Holzfeuer jeweils ein Kilo Mürbegebäck zu backen, das er an die Soldaten an der Front schickte.
Nach seinem Tod übernahm sein Schwiegersohn Georges Latour die Bäckerei. Während des Zweiten Weltkriegs eingezogen, beschloss er nach seiner Rückkehr, mit der Herstellung von normannischem Mürbegebäck zu beginnen, um die Wirtschaft des kleinen Unternehmens wieder anzukurbeln. Seine Frau gab das Rezept ihres Vaters an ihn weiter… das Abbaye-Mürbegebäck war geboren!

Die Herstellung der Kekse

Wir folgten unserem Führer in den Produktionsbereich der Werkstätten. Der heutige Standort wurde 1964 von Georges‘ Sohn und Schwiegersohn gegründet, die ihrerseits das Unternehmen ausbauten. Heute setzt Charles, Virgiles Urenkel, das Familienabenteuer fort.

Das Kneten

Zunächst einmal betraten wir die Knetwerkstatt. Hier wird der Keksteig zubereitet! Drei große Kneter ermöglichen es den Bäckern-Konditoren, drei verschiedene Rezepte zuzubereiten. Bei unserem Besuch in der Werkstatt wurden gerade Abbaye-Mürbegebäck, Früchte-Mürbegebäck und Kekse mit normannischer Butter zubereitet.

Die Formung

Nachdem der Teig geruht hatte, beobachteten wir, wie das Abbaye-Mürbegebäck geformt wird. Der Teig wird in eine Maschine gegeben, die dem Gebäck seine runde Form mit einem gezackten Rand verleiht und es mit dem dekorativen Abdruck der Abtei prägt.

Das Backen

Wir setzten unseren Besuch fort, indem wir den Weg der Kekse von ihrem Förderband bis zu einem 25 Meter langen Tunnelofen verfolgten. Nach einigen Minuten Backzeit läuft das Gebäck durch einen Kühltunnel, der mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem ausgestattet ist.

Die Verpackung

Wir beendeten den Besuch in der Werkstatt für die Verpackung der Kekse. Hier werden mehrere Arten von Verpackungen durchgeführt. Während die Maschinen die Tüten und Kartonpackungen verpacken, werden die Metalldosen von Hand befüllt.

Die Verkostung der Kekse

Am Ende des Besuchs war es Zeit für die Verkostung! Wir kehrten in die Umkleidekabinen zurück und gingen zu Mathilde in den Keksladen. Dieser sehr lehrreiche Besuch hatte uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Die Kinder erfreuten sich schon am Anblick der vielen bunten Keksschachteln in den Regalen des Fabrikladens.
Mathilde hatte für uns einige der berühmtesten Kekse der Keksfabrik ausgewählt, wie das Abbaye-Mürbegebäck, die Chocoladise, ein mit Schokolade überzogenes Mürbegebäck, den Trouvillais, ein Früchte-Mürbegebäck und den Petit-Normand, ein Keks mit normannischer Butter. Mein Liebling? Die kleinen Schätze aus Haselnuss und Karamell, überzogen von Milchschokolade!

Um diese Erfahrung zu machen, kontaktieren Sie die Keksfabrik : 02 33 30 64 64 (Besichtigung auf Französich)