© Le Château de la Roche Bagnoles vue du ciel | David Commenchal

Die Besichtigung des Schlosses

Das Gelände des Roche-Bagnoles Schloss entdecken

1913 erblickte die Stadt Bagnoles de l‘Orne offiziell als unabhängige Gemeinde das Licht der Welt. Wie hat sich der ursprünglich auf drei getrennten Siedlungen errichtete Kurort rund um den See entwickelt? Um das herauszufinden, haben wir an der vom Fremdenverkehrsamt angebotenen Führung teilgenommen.

Der Park von La Roche-Bagnoles

Am jenem frühen Nachmittag stand die Sonne bereits hoch. Wir kamen etwas zu früh zum Termin. Wir nutzten die Gelegenheit, um im Arboretum des Parks spazieren zu gehen und im Schatten eines Mammutbaums in der Nähe des Roche-Bagnoles Schloss zu sitzen.
In der Ferne sahen wir unseren Führer, der neben dem Brunnen direkt vor dem Schloss auf uns wartete. Es war jetzt 14 Uhr, und wir schlossen uns den anderen Teilnehmern zu einer Führung durch das Monument an, das heute das Rathaus beherbergt. Die Führung konzentrierte sich auf das Äußere des Schlosses, so dass wir die verschiedenen Fassaden des im Neorenaissancestil errichteten Gebäudes aufmerksam betrachten können.
Wir folgten unserem Führer zum Musikpavillon, um uns in den Schatten zu setzen, während er uns die Geschichte des Baus des Roche-Bagnoles Schloss und der Familie Goupil erzählte. Anne-Marie-Catherine, die erste Besitzerin des Schlosses, beauftragte 1855 den Architekten David mit dem Bau dank des Vermögens, das ihr Vater und ihr Onkel, der auch ihr Ehemann war, auf mysteriöse Weise erworben hatten!

Die Fassaden des Neorenaissance-Schlosses

Wir näherten uns dem Schloss, das, wie wir erfuhren, aus lokalem Stein erbaut wurde. Die nach Süden ausgerichtete Hauptfassade verfügt über einen Granitsockel und Ecktürme, die einen Rahmen um den zentralen Pavillon bilden.
Diese vorspringenden Türme mit ihren kegelfömigen Dächern sind den Burgen des Mittelalters entlehnt, haben aber nur noch eine dekorative Funktion.
In der Mitte sind die Ecktürmchen aus rotem Backstein mit sechseckigen Dächern mit ornamentalen Schießscharten ausgestattet. Sie sind mit Medaillons verziert, auf denen die Initialen „G“ für Goupil und „L“ für Louis zu sehen sind, sowie Profile, die sicherlich die Goupils darstellen.
Die stark verzierte Rückfassade ähnelt stark der Hauptfassade. Allein die Türme wurden durch zwei niedrigere und gedrungenere Ecktürme ersetzt, die ebenfalls mit Medaillons verziert sind.
Auf dem mittleren Joch sind die Inschriften „Annoy“ und „1858“ zu lesen, die auf das Datum der Fertigstellung des Gebäudes hinweisen. Ganz oben konnten wir ein Flachrelief mit dem Gesicht einer Frau sehen: Könnte es sich um Anne-Marie-Catherine Goupil, die Herrin des Hauses, handeln?
Wir beendeten unseren Rundgang durch das Schloss mit der Besichtigung der nach Osten gerichteten Seitenfassade. Auf dem Kaminsims aus rotem Backstein steht ein Eingelchen, genannt Putto. In seinen Händen hält er eine Schriftrolle, auf der „David“, der Name des Architekten, geschrieben steht.

Die Grabkapelle

Wenige Schritte vom Schloss entfernt erreichten wir eine ungewöhnliche Begräbnisstätte: das Mausoleum der Goupils. Das Grabdenkmal beherbergt die Grabstätten der Brüder Louis und Jean Goupil. Während des Zweiten Weltkriegs geschändet, hat die Kapelle nichts über das Geheimnis des Familienvermögens verraten.
Am Fuße des Mausoleums kann man auch einige sehr schöne Grabsteine des alten Friedhofs von Bagnoles sehen.

Der Aussichtspunkt des „Roc au Chien“

Die Besichtigung ging weiter im Nordosten des Parks des Roche-Bagnoles Schloss, um die Stätte „Roc au Chien“ zu erreichen. Nach einigen Minuten Laufen im Schatten der großen Bäume nahmen wir einen Weg über einen Haufen flacher Felsen, der bis zum Aussichtspunkt hinunter führt.

Der felsige Gipfel des „Roc au Chien“, der höchste Punkt des Ortes, ist immer noch einer der geheimnisvollen Felsen des Dorfes, mit dem zwei Legenden verbunden sind. Dieser spektakuläre natürliche Aussichtspunkt bietet ein herrliches Panorama auf den See, die Thermen und den Wald, mit der Seeresidenz, dem ehemaligen Grand Hotel, als Fluchtpunkt.

Der „Roc au Chien“ ist mit 30 Metern der höchste Punkt des normannischen Kurortes und verdankt seinen Namen zwei geheimnisvollen, fantastischen Legenden.

Diese Besichtigungstour ist nur auf Französisch verfügbar, ohne Übersetzung.

Übersetzte Broschüren sind im Fremdenverkehrsbüro erhältlich.