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©Le château de la Roche Bagnoles

La Roche‑Bagnoles

Das Viertel Tessé La Madeleine

Am rechten Ufer der Vée, gegenüber den Thermen gelegen, liegt das Viertel Tessé la Madeleine, in dem sich das Schloss La Roche-Bagnoles befindet. Von 18 Hektar Parklandschaft und einem Arboretum umgeben. Letzteres führt zur natürlichen Stätte des „Roc au Chien“, dem höchsten Punkt von Bagnoles de l’Orne.

Das Neo-Renaissance-Schloss

Das 1859 im Neo-Renaissance-Stil erbaute Roche-Bagnoles Schloss gehörte der reichen Familie Goupil. 1966 wurde es das Rathaus von Tessé la Madeleine und seit der Fusion der beiden Gemeinden am 1. Januar 2000 zum Rathaus von Bagnoles de l’Orne.
Das Roche-Bagnoles Schloss, das vom Architekten David entworfen wurde, hat einen regelmäßigen Grundriss mit strengen Linien und geradlinigen Fassaden. Die Gleichheit der Joche und die Ausrichtung der Fensteröffnungen tragen zur allgemeinen Symmetrie des Gebäudes bei. Die zu rein dekorativen Zwecken angebrachten Türmchen und Ecktürme verleihen dem Gebäude ein mittelalterliches Aussehen.

Das Arboretum im Schlosspark

Das Schloss überragt einen 18 Hektar großen Park mit 168 nummerierten bemerkenswerten Baumarten, einem Orientierungsparcours und der Stätte „Roc au Chien“. Die Wege des Parks sind mit verschiedenen Arten von Magnolien, Rhododendren und Hortensien geschmückt.
Das Arboretum ist berühmt für seinen Riesenmammutbaum, der den zweitgrößten Mammutbaum Frankreichs darstellt. Außerdem gibt es hier einen Berg-Ahorn, eine Himalaya-Kiefer, eine blaue Atlas-Zeder, mehrere Tannen- und Fichtenarten, japanische Kirschbäume usw.
Viele Bäume stammen aus der Zeit, als der Park 1855 angelegt wurde, andere wurden von der Stadt bei seiner Restaurierung gepflanzt, um die Sammlungen zu vergrößern und zu verschönern.

Die natürliche Stätte „Roc au Chien“

Der „Roc au Chien“ befindet sich im Park des Roche-Bagnoles Schloss und ist eine natürliche Stätte aus armorikanischem Sandstein. Dieser felsige Überhang überragt die tiefe Schlucht, in der die Vée dreißig Meter tiefer fließt. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Thermen und den See von Bagnoles de l’Orne.
Die Legende erzählt von einem unvorsichtigen Kind, das zu nah am Abgrund spielte und in eine Felsspalte stürzte. Sein Hund soll ihm gefolgt sein, und dank seines Bellens habe man das Kind finden und retten können. Nach dem Tod des Hundes wurde das Tier zum Gedenken und zur Anerkennung an dieser Stelle begraben und der Ort wurde „Roc au Chien“ genannt.

Das Mausoleum der Goupils

Auf der Rückseite des Schlosses befindet sich das Mausoleum der Brüder Jean und Louis Goupil. Der Vater und der Onkel von Anne-Marie Goupil, der Schlossherrin von La Roche-Bagnoles, haben die Geschichte von Tessé la Madeleine geprägt. Die beiden Brüder stammten aus einer bescheidenen Familie und erwarben nach der Revolution einen großen Teil von Tessé. Die Herkunft ihres Vermögens ist weiterhin ein Rätsel.
Während des Zweiten Weltkriegs geschändet, hat das Grab nichts über das Geheimnis des Familienvermögens verraten. Direkt neben dem Grabdenkmal spaltet sich ein Baumstamm in zwei Teile, bevor er sich wieder vereint. Könnte diese Eiche das Geheimnis des Reichtums der Brüder bergen?